Röntgen

Beim Röntgen wird der Körper mit Hilfe von Röntgenstrahlen durchleuchtet. Durch die unterschiedlichen Dichten in den Geweben werden die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark absorbiert und geben somit durch Verschattungen und Aufhellungen ein Bild vom Inneren des Körpers. Vor allem bei Knochenbrüchen kommt diese Diagnosemethode zur Anwendung. Aber auch andere Gewebe werden damit durchleuchtet. Dabei müssen unterschiedliche Strahlenintensitäten verwendet werden. Man spricht von harter und weicher Strahlung, je nach Spannung. Bei weicher Strahlung, ca. 40 Kilovolt, wird viel Strahlung vom Gewebe absorbiert. Dadurch werden auch kleinste Anomalien festgestellt. Beispielsweise in der Mammografie findet diese Stärke häufig Anwendung. Harte Strahlung, ab ca. 100-140 kV, durchdringt das Gewebe wesentlich leichter. Kontraste werden stark geschwächt. Diese wird z.B. bei Lungenaufnahmen genutzt, bei denen durch die Rippen sonst keine Beurteilung der Lungenstruktur möglich wäre. Auch beim Röntgen werden häufig Kontrastmittel verwendet, um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Röntgenstrahlen werden auch bei der Computertomographie, kurz CT, verwendet. Beim CT werden mehrere Röntgen Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen gemacht, von einem Rechner ausgewertet und zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt. Durch dieses Verfahren können Informationen über die Dichte sowie auch die Schichtdicke ermittelt werden, welche im einfachen Röntgenverfahren auf Grund der fehlenden dritten Dimension verloren gehen. Dieses Verfahren wird auch hin und wieder genutzt, um Patienten zu helfen, die sich beispielsweise im Urlaub, bei Reisen und Speisen, den Magen verdorben haben. Doch mit den richtigen Informationen im Vorfeld wird so etwas mit Garantie nicht mehr passieren.

Röntgen und Endoskopie und Magnetresonanztomographie

Eine weitere Methode zur Diagnosefindung ist die medizinische Endoskopie als Bestandteil der diversen Röntgen Verfahren. Das Grundprinzip des Endoskops ist, dass über Linsen und Licht das Körperinnere betrachtet werden soll. Ältere Modelle bestehen auch nur aus einem starren Rohr, durch welches das Licht hineingespiegelt wird und wodurch der Arzt mit dem bloßen Auge sieht. Heutzutage können diese Rohre über Bowdenzüge und Bildleiter bewegt werden. Außerdem besteht das Endoskop auch aus einem Luftinsufflator, um Hohlräume dosiert aufpumpen zu können. Eine Absaugpumpe dient dazu, störenden Schleim oder Flüssigkeiten aus dem Blickfeld zu entfernen. Auch wird nicht mehr mit dem bloßen Auge in das Innere geschaut, sondern die Bilder über Kameras an mehrere Monitore geleitet. Endoskopien werden vor allem für Spiegelungen im Magen-Darm-Trakt, im Atmungssystem, für das Harnsystem, für Gelenke sowie für einige weitere Organe und Hohlräume verwendet.

Röntgen und Magnetresonanztomographie

Auch die Magnetresonanztomographie gehört zu den bildgebenden Verfahren. Das Grundprinzip basiert auf Magnetfeldern sowie auf elektromagnetischen Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich. Bestimmte Atomkerne (hauptsächlich die Wasserstoffkerne) werden dadurch angeregt und senden ihrerseits extrem schwache elektromagnetische Felder aus. Die Kontraste entstehen durch die unterschiedlichen Relaxationszeiten (Dauer vom Aussenden der Strahlung der Atomkerne bis zur Rückkehr in den Normalzustand) sowie den unterschiedlichen Gehalt an Wasserstoff-Atomen in den verschiedenen Geweben. Oft wird die Magnetresonanztomographie auch als Kernspintomographie bezeichnet. Außer der Lage und Form der Organe können mit dieser Methode auch ihre Mikrostruktur sowie ihre Funktion (z.B. die Durchblutung) abgebildet werden. Der große Vorteil liegt auch hier darin, dass das Verfahren ohne potenziell schädliche ionisierende Strahlung auskommt. Auch werden viele Organe erst über dieses Verfahren überhaupt darstellbar, z.B. das Nerven- oder Hirngewebe. Die Detailerkennbarkeit übertrifft zudem die der Röntgen bzw. der Computertomographie. Dennoch wird das MRT nicht immer genutzt, da nicht nur die Anschaffung, sondern auch der Betrieb eines MRT hohe Kosten verursacht. Auch können nicht erkannte Metallsplitter im Gewebe des Patienten sehr gefährlich werden.