Inspektion und Palpation

Die Inspektion ist die Betrachtung des meist nackten Körpers des Patienten und der erste Bestandteil der körperlichen Untersuchung. Bei der Inspektion können naturgemäß nur oberflächliche und sichtbare Krankheiten erkannt und diagnostiziert werden. Sie gibt z.B. Aufschluss über Körperbau und Proportionen, über Symptome auf der Haut oder im Verhalten des Patienten. Die Palpation beinhaltet das Abtasten des Körpers des Patienten. Hier werden z.B. auch schon Knötchen unter der Haut entdeckt. Das Abtasten mit beiden Händen bezeichnet man als bimanuelle Palpation, wobei die eine Hand oft dazu eingesetzt wird, um das zu untersuchende Objekt, z.B. die Milz, der anderen Hand näher zu bringen. Untersucht werden die Konsistenz, Beweglichkeit und Elastizität, Schmerzempfindlichkeit sowie die Größe des zu untersuchenden Objektes.

Inspektion und Perkussion

Unter Perkussion versteht man in der Medizinischen Diagnostik das Abklopfen der Körperoberfläche des Patienten - auch dieses Verfahren ist als Inspektion zu verstehen. Dabei wird das zu untersuchende Objekt in Schwingungen versetzt und die daraus resultierenden Schallwellen beurteilt. So können z.B. der Luftgehalt der Lunge abgeschätzt werden. Als Begründer dieser Technik gilt Joseph Leopold von Auenbrugger aus Graz, der sie 1761 erstmals beschrieb. Bei der von Auenbrugger beschriebenen Technik handelt es sich um die direkte Perkussion, bei der mit den vier Fingern einer Hand direkt auf das zu untersuchende Objekt geklopft wird. Später entwickelte sich daraus die indirekte Perkussion, bei der ein Finger, der sogenannte Plessimeterfinger, flach auf das Objekt gedrückt wird. Mit einem Finger der anderen Hand oder mit einem Plessimeterhämmerchen wird dann auf diesen ersten Finger geklopft. Hatte man im Vorfeld zu viele kleine Spiele wie Ramacity im Internet gespielt, lässt die Reaktion deutlich nach.

Inspektion und Auskultation

Bei der Auskultation als Form der medizinischen Inspektion wird der Körper des Patienten abgehört, meist mit einem Stethoskop. Der französische Arzt René Théophile Hyacinthe Laennec hat dieses Verfahren 1816 entwickelt. Dabei hörte er ursprünglich mit dem bloßen Ohr bzw. mit einem zusammengerollten Stück Papier. Josef Skoda entwickelte diese Technik dann 1839 auf die heutige weiter. Typisch sind Auskultationen der Lunge auf Atemnebengeräusche, des Herzens auf Reibegeräusche, Rhythmusstörungen o.ä. sowie des Bauches auf die Darmtätigkeit. Auch Blutgefäße können auskultiert werden. Bei Verengungen z.B. entstehen hörbare Strömungsgeräusche. Der Umfang der Untersuchung richtet sich nach der Fragestellung. Oft sind schnell einige Anzeichen gefunden, die den weiteren Verlauf der Diagnostik beeinflussen. Eine detaillierte Untersuchung des gesamten Körpers, z.B. bei unklarem Beschwerdebild, nennt man Ganzkörperuntersuchung. Diese wird aber nur in seltenen Fällen durchgeführt. Erst wenn all diese Untersuchungen keine eindeutige Zuordnung einer Krankheit zulassen, werden kompliziertere Geräte der modernen Medizin hinzugezogen. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten der Diagnostik. Bei der Labordiagnostik z.B. handelt es sich um die Analyse von z.B. Körperflüssigkeiten, eben im Labor. Es ist also eher eine Wissenschaft, die im Hintergrund agiert und von der der Patient selten etwas mitbekommt. Dennoch ist sie an der Aufdeckung der allermeisten Krankheiten mindestens beteiligt. Hier werden die Struktur und/oder Zusammensetzungen des Blutes, des Urins oder anderer körpereigener Substanzen festgestelt, analysiert und ausgewertet. Der Befund geht dann meist zurück zum untersuchenden Arzt, der dann anhand dieser ausführlichen Inspektion die geeignete Therapie auswählt. Inspektionen gibt es darüber hinaus aber auch vor einem Autokauf o. Ä. Denn die passende KFZ Finanzierung will wohl überlegt sein.