Diagnostik anhand des EKG und des EEG

Beim EKG (Elektrokardiogramm oder auch Herzspannungskurve) wird die Aktivität der Herzmuskelfasern untersucht. Jede Herzmuskelkontraktion setzt eine elektrische Erregung voraus, welche über das EKG gemessen werden. Der Vorteil dabei liegt darin, dass es sich um ein schmerzloses und fast überall durchführbares Verfahren handelt. Außerdem greift es nicht in die körpereigene Aktivität ein (ist nicht-invasiv). Wichtig ist aber, dass das EKG nur Hinweise liefert und nicht unabhängig vom klinischen Bild beurteilt werden darf. Lediglich bei Herzrhythmusstörungen kann das EKG allein schon zur Diagnosestellung genutzt werden. Das EEG (Elektroenzephalografie) misst die Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Bei der Informationsverarbeitung des Gehirns entstehen durch verschiedene physiologische Prozesse elektrische Zustandsänderungen. Durch ihre räumliche Anordnung addieren sich diese erzeugten Potenziale auf, sodass sich diese über den gesamten Kopf verteilten Potenzialänderungen messen lassen. Zur Auswertung wird eine Aufzeichnung von mindestens zwölf Kanälen von verschiedenen Elektrodenkombinationen benötigt. Die gemessenen Signale liegen bei ca. 5-100 Mikrovolt. Daher wird ein empfindlicher Messverstärker benötigt. Das EEG wird vor allem zur Diagnose und Verlaufskontrolle für Epilepsie verwendet. Auch im anfallsfreien Zustand werden hier charakteristische Graphoelemente identifiziert. Aber auch die Koma- und Narkosetiefe kann anhand spezifischer Kriterien wie der Stärke der Spannungsschwankungen u.ä. bestimmt werden. Doch es gibt auch weitere Arten der Diagnostik, wie sie beispielsweise beim Zahnarzt gebräuchlich sind. Die verschiedenen Zahnkrankheiten, die diagnostiziert werden können, werden auf der Seite http://www.zahnarzt-angst-tipp.de vorgestellt. Doch egal um welche Art der Diagnose es sich handelt, sie alle tragen am Ende dazu bei, die Gesundheit der Patienten wiederherzustellen.

Diagnostik mit Hilfe der Elektromyographie und der Elektroneurographie

Die Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Muskelaktivität. In der Diagnostik wird sie meist angewendet, um festzustellen, ob eine Krankheit muskuläre oder nervliche Ursachen hat. Mit Hilfe von konzentrischen Nadelelektroden lassen sich die Potenzialschwankungen verschiedener motorischer Einheiten messen. Mit Spezialnadeln lassen sich sogar einzelne Muskelfasern messen. Dabei wird die elektrische Aktivität im ruhenden Muskel gemessen (Spontanaktivität) sowie anschließend im willkürlich stark angespannten Muskel (Muskel-Aktionspotenzial). Bei der Elektroneurographie (ENG) werden u.a. Nervenleitgeschwindigkeiten gemessen. Beispielsweise bei Unfällen werden anschließend bestimmte Regionen bzw. sogar einzelne Nerven auf ihre Funktionsfähigkeit getestet, d.h. ob deren Reizbarkeit beeinträchtigt wurde. Ganz einfach beschrieben wird hier ein Nerv, zumeist an einer der Extremitäten, mit Hilfe eines kurzen elektrischen Impulses gereizt. Dabei wird dieser Reiz in beide Richtungen über die Nervenfaser (Axon) weitergeleitet (Depolarisation). Die ausgelöste Spannungsänderung kann dann entlang des Nervs gemessen werden. Da es sich hier aber um sehr viele Nerven handelt, welche in der Summe dann gereizt werden (das Aktionspotenzial wird immer automatisch von einem Nerv zum anderen übertragen), hat man sich in der Medizin darauf geeinigt, immer die Nervenleitgeschwindigkeit der schnellstleitenden Faser anzugeben. Doch diagnostische Mittel wie diese werden auch weiterhin an Mann und Frau verwendet.

Diagnostik durch die Eletrookulografie

Eine weniger bekannte Methode ist die Elektrookulografie. Dabei wird die Bewegung der Augen oder auch die Veränderung des Ruhepotenzials der Netzhaut gemessen. Links und rechts bzw. oberhalb und unterhalb des Auges werden Elektroden angebracht, zwischen denen die Spannung gemessen wird. Man nimmt an, dass das Ruhepotenzial der Netzhaut konstant ist. Durch die Bewegungen der Augen nähert sich die Vorderseite des Auges der einen Elektrode, während die Rückseite sich der anderen Elektrode nähert. Bei der Untersuchung wird der Patient also gebeten, zwischen zwei Punkten hin und her zu schauen. Dabei entstehen Spannungsschwankungen, die aufgezeichnet werden. Da solche Augenbewegungen auch bei Gleichgewichtsstörungen auftreten, wird diese Methode nicht nur zur Diagnose von Augenerkrankungen angewendet, sondern auch für Beurteilungen des Gleichgewichtssystems. Bei bildgebenden Verfahren wird ein Gesamtbild erzeugt, das visuell untersucht werden kann. Hier werden Informationen über das Körperinnere geliefert. Bildgebende Verfahren weisen physikalische Eigenschaften des Körperinneren aus, wie z.B. die Dichte oder die Verteilung von Objekten. Die Art der Darstellung hängt vom verwendeten Verfahren ab. Die PKV bietet solche Verfahren im Zweifelsfall an, um die entsprechenden Beschwerden der Versicherungsnehmer und Patienten schnell beheben zu lassen.